Inhalt: Gefahrenstelle: Bahn baut Zaun zügig ab - kein Ersatz vorgesehen

Gefahrenstelle: Bahn baut Zaun zügig ab - kein Ersatz vorgesehen

  • Abgeräumt: Entlang der Bahnlinie der Straße „An der Eisenbahn“ wird kein neuer Zaun errichtet, obwohl an der Stelle immer wieder Fußgänger den Weg über die Schienen als Abkürzung nutzen.Abgeräumt: Entlang der Bahnlinie der Straße „An der Eisenbahn“ wird kein neuer Zaun errichtet, obwohl an der Stelle immer wieder Fußgänger den Weg über die Schienen als Abkürzung nutzen.
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Neustadt (ha/r). Die Bahn hat den maroden Jägerzaun entlang der Straße „An der Eisenbahn“ entfernt. „Einen Neuaufbau wird es nicht geben“, teilten Vertreter der DB der Stadtverwaltung mit. Die hatte sich an die Bahn gewandt, weil es in den vergangenen Wochen vermehrt Beschwerden über den Zustand der Zaunanlage gab. Auch der Ortsrat Neustadt hatte sich mit dem Thema befasst und sich dafür stark gemacht, den „Schandfleck“ zu beseitigen. Schließlich hatte sich auch der Leiter des Polizeikommissariats, Manfred Henze, in die Diskussion eingeschaltet und darauf hingewiesen, dass durch die marode Zaunanlage Gefahr für den Straßenverkehr bestehe.

Den Jägerzaun durch eine neue Einfriedung zu ersetzen, lehnt die Bahn unterdessen ab. Bei der Bahnstrecke 1740 Wunstorf-Bremerhaven handele es sich um eine öffentliche Verkehrsfläche für die grundsätzlich keine Einfriedungspflicht bestehe, heißt es in der Begründung gegenüber der Stadt. Über den Abbau hinaus sieht die DB „keinen weiteren Raum für Änderungen“.

Ob diese Lösung sinnvoll ist, wird in der Öffentlichkeit ernsthaft bezweifelt. Schüler und Erwachsene queren die Gleise illegal. Wie mehrfach berichtet, wird in dem Bereich die Gleisanlage immer wieder als gefährliche Abkürzung genutzt. Die zuständige Bundespolizei hat in der Vergangenheit mit verschärften Kontrollen und intensiver Öffentlichkeitsarbeit versucht, dem gefährlichen Treiben ein Ende zu bereiten, mit mäßigem Erfolg. Jetzt besteht ohne den Zaun eine noch größere Gefahr für diese Personen, die leichtsinnig sich selbst und andere in Lebensgefahr bringen können.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 682 vom 31.03.2012