Inhalt: Besonders im Nordkreis lebt es sich richtig sicher

Besonders im Nordkreis lebt es sich richtig sicher

Polizei Mandelsloh und Neustadt glänzen mit Aufklärungsquote

  • Gute Arbeit in Sachen Kriminalität: Mandelslohs Stationsleiter Mannfred Behrens und Lothar Porcher, Chef des Kriminalermittlungsdienstes Neustadt können mit guten Aufklärungsquoten aufwarten.   Foto: SeitzGute Arbeit in Sachen Kriminalität: Mandelslohs Stationsleiter Mannfred Behrens und Lothar Porcher, Chef des Kriminalermittlungsdienstes Neustadt können mit guten Aufklärungsquoten aufwarten. Foto: Seitz
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Mandelsloh/Neustadt (os). Die Polizeikräfte der Station Mandelsloh kennen ihre Pappenheimer - allein das garantiert schon manche Fallklärung. So etwa bei zwei Einbrüchen in Hagen. „Wir haben überlegt, wer da in Frage kommt und sind mal hingefahren,“ erzählt Stationsleiter Mannfred Behrens. Beide Male fanden sich entsprechende Beweise, zwei Fälle konnten geklärt an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden.

„Hier in den dörflichen Strukturen ist die Polizei eine fest integrierte Institution“, sagt Neustadts Polizeichef Manfred Henze. „Die Beamten kommen aus dem Umfeld, werden auch nicht nur bei polizeilichen Fragen konsultiert. Das gepaart mit hohem Eigenheimanteil, einem breiten Vereinsangebot, fehlenden sozialen Brennpunkten und gewachsenen Einwohnerstrukturen mache den Nordkreis zu einem der sichersten Flecken in der Region. „Und die gute Arbeit der Polizei“, ergänzt Henze, denn mit einer Aufklärungsquote von 76,4 Prozent stehen die Mandelsloher ganz weit oben in der Landeswertung. Zwar sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 94 auf 509 Taten angestiegen, dazu zählt aber eine Internet-Betrugsserie mit allein 120 Taten.

Auch die Kollegen in der Kernstadt müssen sich aber nicht verstecken. Sie klärten 63,2 Prozent der angezeigten Taten auf, verzeichneten mit 2.280 Taten (inklusive Mandelsloh) aber den niedrigsten Stand seit vielen Jahren (2010: 2.401). Etwa ein Sechstel aller festgestellten Täter waren Kinder oder Jugendliche, fast der gleiche Anteil war zum Tatzeitpunkt alkoholisiert. Klar zurück gingen die Fallzahlen bei Betrug (432/537 in 2010), Sachbeschädigungen (247/334) und häuslicher Gewalt (54/85). Anstiege gab es bei den Körperverletzungen auf 254 (224) sowie leicht bei Fahrraddiebstählen (174/169) und Autoaufbrüchen (71/69). Auch die Wohnungseinbrüche nahmen von 74 auf 114 zu. Weil darunter aber 34 Taten eines Intensivtäters waren, der überführt werden konnte, stieg die Aufklärungsquote um fast 20 Prozent auf 52,6 Punkte. Die Rauschgiftkriminalität hielt sich mit 115 Fällen fast konstant (113), weil das laut Hauptkommisar Lothar Porcher, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes Neustadt, aber „Holdelikte“ sind, bei der Tat und Täter meist gemeinsam festgestellt werden, fällt die Aufklärungsquote mit 95,6 Prozent entsprechend hoch aus.

Zugenommen hat zum Bedauern von Manfred Henze auch die Gewalt gegen seine Beamten. Bei zehn Einsätzen wurden sie angegriffen und zum Teil verletzt - vier Mal mehr als 2010.

Seite drucken DruckenSeite versenden VersendenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1995 vom 15.02.2012

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