Inhalt: Was in den Dörfern recht ist, muss auch in der Kernstadt gelten

Was in den Dörfern recht ist, muss auch in der Kernstadt gelten

Bordenaus Bürgermeister Piehl für „Einfachvariante“

  • In den Dörfern geht es: Die Wohngebiete „Moorbachwg“ und „Qualenriethe“ verbindet schon lange ein einfacher Durchlass - sagar ohne Geländer.In den Dörfern geht es: Die Wohngebiete „Moorbachwg“ und „Qualenriethe“ verbindet schon lange ein einfacher Durchlass - sagar ohne Geländer.
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Neustadt/Bordenau (dgs). „Ich bin schon etwas erstaunt, über die Forderungen nach neuen Brücken“, reagiert Ortbürgermeister Harry Piehl auf die Berichterstattung über die maroden Holzbrücken im Wohngebiet Memeler Straße.

Ungefähr zur gleichen Zeit, als die Brücken in Neustadt gebaut wurden - also etwa vor 20 Jahren - sei auch im Bordenauer Neubaugebiet eine Brücke über einen Graben erorderlich gewesen, berichtet Piehl. Sie sollte die Neubaugebiete „Moorbachweg“ und „Qualenriethe“ verbinden, nicht zuletzt um den Spielplatz, der von den Anliegern in Eigenleistung erstellt wurde, für alle zugänglich zu machen. „Aber eine Brücke war in der Planung nicht vorgesehen“, erinnert sich der Ortsbürgermeister. Da die Anlieger trotzdem eine schöne Brücke haben wollten, nahmen sie die Planung selbst in die Hand. Sie erstellten eine Zeichnung und wollten alle Arbeiten in Eigenleistung übernehmen.

„Diese Brücke wäre mit Sicherheit eine Augenweide gewesen“, ist Piehl noch heute überzeugt. Etwa 5-000 D-Mark wären damals an Kosten auf die Stadt zugekommen - aber auch das Geld war nicht da. Letztendlich kam dnur noch ein einfacher Überweg zustande. Dazu wurde ein Rohr verlegt und auf eigene Kosten mit Schotter überbaut. So steht der Überweg immer noch zu Verfügung, ohne Geländer und ohne große Unterhaltskosten.

„Ich habe den Eindruck, dass bei Baugebieten in der Kernstadt immer etwas großzügiger geplant wird als in den Dörfern. Die in den Dörfern können es ja - und tun es auch immer wieder - in Eigenleistung machen“, meint Piehl. Aber was in den Dörfern recht sei, sollte in der Kernstadt nicht anders gesehen werden.

„Die Überwege in Neustadt sollten schon erhalten bleiben, aber eine Einfachvariante tut auch hier ihren Dienst“, macht Piehl deutlich.

Seite drucken DruckenSeite versenden VersendenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 672 vom 21.01.2012

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