Inhalt: „Wir wollen, dass alle Brücken bleiben“

„Wir wollen, dass alle Brücken bleiben“

Anlieger machen mobil - Ortsrat tagt erneut am 1. Februar

  • Zahlreiche Anlieger und Politiker nahmen gestern nachmittag die maroden Holzbrücken im Wohngebiet Memeler Straße unter die Lupe. Könnte ein verrohrter Durchlass mit Metallgeländer (unten) eine Alternative sein?Zahlreiche Anlieger und Politiker nahmen gestern nachmittag die maroden Holzbrücken im Wohngebiet Memeler Straße unter die Lupe. Könnte ein verrohrter Durchlass mit Metallgeländer (unten) eine Alternative sein?
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Neustadt (dgs). Schon vorab scheint klar zu sein: Weder Anwohner noch Politiker wollen auf die idyllischen Brücken im Wohngebiet Memeler Straße verzichten. Wie die Neustädter Zeitung berichtete, sollen drei der fünf Holzbrücken aus Kostengründen abgerissen werden. „Diese Wege und Querungen entlang der naturnahen Gräben machen doch den Charme dieses Viertels aus“, waren sich viele einig. Nach massiven Anliegerprotesten hatte nun der Ortsrat der Kernstadt zum Ortstermin an den Holzbrücken eingeladen - und der Andrang war groß. Ortsbürgermeister Klaus-Peter Sommer versuchte dabei die Wogen zu glätten. „Wir nehmen Ihre Sorgen ernst“, versicherte er den zum Teil aufgebrachten Anliegern. Die Brücken seien einfach nicht gepflegt worden, warf Hans Harders der Verwaltung vor. Diesen Vorwurf wies Gudrun Hagen, Leiterin des Fachdienstes Tiefbau in der Stadtverwaltung zurück. Trotz aller Pflegeanstriche sei es zum Pilzbefall gekommen, sagte sie. Die Verwaltung habe mit dem Abriss der Brücken einen Vorschlag gemacht, beschließen müsse die Politik. Wie Hagen weiter erklärte, hat die Verwaltung bereits zwei neue Brücken bestellt, die auch in Kürze geliefert werden. Wenn auch die drei anderen ersetzt werden sollen, gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder wieder Holzbrücken (Kosten etwa 24.000 Euro pro Stück) oder sogenannte Durchlässe mit Metallgeländer für etwa 14.000 Euro. Der Ortsrat wird das nächste Mal am Mittwoch, 1. Februar, über die Brücken beraten. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Verwaltungsgebäude an der Nienburger Straße.

Seite drucken DruckenSeite versenden VersendenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1991 vom 18.01.2012

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