Inhalt: 23-Meter-Bus geht ab Montag in den Linien-Einsatz

23-Meter-Bus geht ab Montag in den Linien-Einsatz

Vor allem Schüler werden von Anhängergespann befördert

  • Anhänger am Bus: RegioBus setzt ab Montag das erste neue Fahrzeug im Linienbetrieb ein.   Foto: SeitzAnhänger am Bus: RegioBus setzt ab Montag das erste neue Fahrzeug im Linienbetrieb ein. Foto: Seitz
Bild von

Neustadt (os). Nach knapp sechs Wochen im Testbetrieb waren die Verantwortlichen bei RegioBus überzeugt: Ein Bus mit Anhänger könnte das richtige Mittel für flexible Reaktionen auf Fahrgastspitzen sein. Immerhin 180 - und damit etwa 50 mehr als in einem Gelenkbus sowie auch mehr als in zwei regulären Linienbussen - soll das neue, knapp 460.000 Euro teure Gespann befördern können. Auf den Linien 830 über Schneeren und Eilvese (morgens) und 840 Neustadt - Lutter (mittags) werden vor allem Schüler befördert. Herrscht weniger Fahrgastaufkommen, wird der Anhänger geparkt, das Zugfahrzeug fährt solo. Weil so ein Bus weniger auf den genannten Linien unterwegs sein muss, wird nicht nur Kraftstoff gespart, sondern auch Personal. Nicht zuletzt deshalb wird in den kommenden drei bis fünf Monaten im Praxistest entschieden, ob weitere Gespanne angeschafft werden sollen.

Bisher sind fünf Fahrer für die neuen Fahrzeuge ausgebildet. Im Gegensatz zu einem Gelenkbus mit seinen 18,75 Metern kommt das 23 Meter lange Gespann besser um Kurven. Mittels diverser Kameras kann der Fahrer nicht nur sehen, was außen am Heck passiert, sondern auch was im Anhänger vor sich geht. Eine Kamera überwacht sogar den Raum zwischen Bus und Anhänger, um Kupplungssurfern keine Chance zu geben. Über eine Gegensprechanlage ist aber auch Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrgästen möglich.

„Wir werden in den beiden ersten Wochen Begleitpersonal einsetzen, um die Gewöhnung an das neue Fahrzeug zu erleichtern“, sagt RegioBus-Sprecher Tolga Otkun. Auch Fahrscheinkontrollen wird es geben, weil die überwiegend transportierten Schüler aber ohnehin alle mit Fahrkarten ausgerüstet sind, nur sporadisch.

Selbst strengste Umweltnormen werden durch das neue Gespann übererfüllt, weil die zu teuren Reparaturen neigenden Gelenke wegfallen, wird weiteres Einspapotential erwartet. „Es ist eben viel sparsamer den Anhänger abzustellen, als mit wenigen Fahrgästen im Gelenkbus durch die Gegend zu fahren“, so Geschäftsführer Hans-Georg Martensen, der sich eine Ausweitung des Anhängerbetriebs schon jetzt gut vorstellen kann.

Seite drucken DruckenSeite versenden VersendenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 672 vom 21.01.2012

  • E-Paper
  • 1A-Sportcenter
  • Achtung! Radar-Kontrollen
  • Notdienste
  • Internetradio aus Neustadt am Rübenberge